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BMWi plant neue Förderstrategie für Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien

(vom 12.06.2017)

Mit der neuen „Förderstrategie Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien“ plant das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine Fortentwicklung der bisherigen Beratungs- und Investitionsprogramme. Das damit verbundene Auslaufen der Förderung für rein fossile Heiztechnologien in 2019 wird von Branchenverbänden kritisiert.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat kürzlich eine neue „Förderstrategie Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien“ vorgelegt, die die bisherige haushaltsfinanzierte Energieeffizienzförderung neu ordnen und die inhaltlichen Förderschwerpunkte stärker an die aktuellen Anforderungen der Energiewende anpassen soll. Ziel ist es, die vom Bund finanzierten Förderangebote schrittweise bis zum Jahr 2020 zu reformieren.

Wie das BMWi weiter mitteilte, sollen zudem vier Förderschwerpunkte gebildet werden: Energieberatung, energieeffiziente Gebäude und Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe sowie Wärmeinfrastruktur. Alle Förderangebote werden als modular aufeinander aufbauende Bausteine in diesen vier Förderschwerpunkten gebündelt. Laut BMWi hat dies zur Konsequenz, dass bestehende Förderangebote zusammengefasst werden. So werden die zwei großen Förderprogramme im Gebäudebereich, d.h. das CO2-Gebäudesanierungsprogramm (KfW-Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren) und das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien im Wärmemarkt zur Fördersäule „Energieeffiziente Gebäude“ zusammengelegt. Darüber hinaus sei geplant, Hybridsysteme, die erneuerbare Energien einbeziehen, weiter zu fördern, um den Übergang zu mehr erneuerbaren Energien im Wärmemarkt zu unterstützen. Gleichzeitig soll die Förderung von Heizkesseln, die ausschließlich auf fossilen Energieträgern basieren, in 2019 auslaufen, um eine wichtige Maßnahme des Klimaschutzplans 2050 umzusetzen.

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) begrüßte die neue Förderstrategie Energieeffizienz des BMWi als einen Schritt nach vorn, um mehr Struktur und Übersicht in die Förderung zu bekommen. Die geplante, kurzfristige Streichung der Förderung von neuen Brennwertheizungen, die ohne erneuerbare Energien installiert werden, werde aber eher kontraproduktiv sein: Der Schritt hin zu einer Heizung mit erneuerbaren Energien sei für die Immobilieneigentümer kostspieliger. Daher sei es auch richtig, ambitioniertere Standards höher zu fördern. Aber ein effizientes fossiles Brennwertgerät sei immer noch deutlich besser als die vielen veralteten Standardkessel. Besser wäre es deshalb, die Förderung über einen längeren Zeitraum mit einer klaren Perspektive und eindeutig beschriebenen Schritten auslaufen zu lassen, so die dena.

Eine ähnliche Kritik übte auch der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW): Es sei der falsche Ansatz, bestimmte Heiztechnologien sukzessive aus dem Markt zu drängen. Gerade die Gasbrennwert-Technik sei eine vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, schnell CO2 im Heizungskeller einzusparen. Auch moderne Gas-Heiztechnologien ließen sich mit grünem Gas wie etwa Biogas oder Windgas betreiben. Die Politik sollte aus Sicht des BDEW die großen Potenziale von Erdgas zur CO2-Reduktion nicht ignorieren. Dies wäre im Übrigen eine Politik am Kundenwunsch vorbei: Erdgas sei das Heizsystem Nummer eins der Deutschen, im Neubau entschieden sich die Verbraucher weiterhin mit deutlicher Mehrheit für erdgasbasierte Heizsysteme.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

 

 

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