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Bundesnetzagentur verhängt hohes Bußgeld gegen die Energy2day GmbH wegen verbotener Telefonwerbung

(vom 20.11.2017)

Wie die Bonner Behörde selbst und etliche Medien, darunter der SPIEGEL, berichteten, hat die Bundesnetzagentur erstmals das höchste dafür vorgesehene Bußgeld, nämlich 300.000 Euro, verhängt. Auslöser waren rechtswidrige Werbeanrufe für Energielieferverträge.

"Nur ärgern und auflegen bringt nichts, Verbraucher sollten unerlaubte Werbeanrufe bei uns melden. Wenn wir detaillierte Schilderungen haben, können wir konsequent dagegen vorgehen" sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Bei der Bundesnetzagentur hatten sich rund 2.500 Verbraucher über Werbeanrufe der Energy2day GmbH beschwert. Zahlreiche Verbraucher berichteten, dass sich die Anrufer als ihr örtlicher Energieversorger ausgegeben oder behauptet haben, sie würden mit diesem zusammenarbeiten. Ziel war es, die Verbraucher zum Wechsel ihres Stromlieferanten zu bewegen.

Wettbewerber im Energiemarkt sahen sich wegen dieses Vorgehens der Energy2day GmbH bereits zu umfangreichen zivilrechtlichen Rechtsstreitigkeiten im gesamten Bundesgebiet gezwungen.

Das Unternehmen hatte laut Homann eine "kaskadenartige Vertriebsstruktur" aufgebaut und mit einer Vielzahl an Untervertriebspartnern unter anderem auch im Ausland zusammengearbeitet. Die erledigten als Subunternehmer Anrufe in Deutschland. Energy2day könne die Verantwortung dafür nicht wegdelegieren.

Einspruch gegen die Entscheidung ist möglich

Das Bußgeld ist noch nicht rechtskräftig, erklärte die Netzagentur. Der Stromanbieter kann beim Amtsgericht Bonn Einspruch gegen die Entscheidung einlegen. "Das Unternehmen hat ausgesagt, kein Telefonmarketing gegenüber Verbrauchern mehr zu betreiben", heißt es in einer Pressemitteilung der Netzagentur.

Die Bundesnetzagentur hat dieses Jahr bereits Bußgelder in Höhe von rund 800.000 Euro wegen unerlaubter Telefonwerbung verhängt - im gesamten vergangenen Jahr waren es 895.000 Euro, 2015 rund 460.000 Euro. Im ersten Halbjahr gingen rund 26.000 schriftliche Beschwerden über unerlaubte Telefonwerbung ein, im gesamten Jahr 2016 waren es rund 29.000 Beschwerden.

Wurden auch Sie belästigt?

Telefonwerbung unterliegt in Deutschland strengen Regeln. Niemand darf zu Werbezwecken angerufen werden, ohne dass er vorher ausdrücklich zugestimmt hat.

Wurden auch Sie schon von unerlaubten Werbeanrufen von Energieanbietern belästigt? Sie können dies entweder direkt unter www.bundesnetzagentur.de/unerlaubtetelefonwerbung bei der Bundesnetzagentur melden, oder Sie teilen uns Ihre Erfahrungen mit, wir werden dann erwägen, rechtliche Schritte einzuleiten.

Quelle: www.Bundesnetzagentur.de

 

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