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DUH: Paketversand ausgedienter Energiesparlampen und Akkus zu gefährlich

(vom 17.05.2017)

Die Deutsche Umwelthilfe rät den Verbrauchern, alte Energiesparlampen und Akkus nicht per Post, sondern bei Wertstoffhöfen oder bei Händlern mit einer größeren Verkaufsfläche als 400 Quadratmeter für Elektrogeräte abzugeben.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert einen Stopp der Rücknahme alter Energiesparlampen und Lithium-Ionen-Akkus per Paketversand. Grund: Energiesparlampen könnten während des Transports zerbrechen und Quecksilber freisetzen, Lithium-Ionen-Akkus könnten sogar in Brand geraten. Seit dem 24. Juli 2016 seien große Vertreiber zur Rücknahme von Elektro- und Elektronikgeräten verpflichtet, wenn diese eine kleinere Kantenlänge als 25 cm aufweisen. Insbesondere Onlinehändler böten aber überwiegend den Paketversand als Rückgabemöglichkeit von Elektroaltgeräten an. Die DUH forderte Onlinehändler dazu auf, sich an flächendeckenden stationären Sammelsystemen zu beteiligen.

Aus Sicht der DUH ist es nicht akzeptabel, dass noch immer die meisten Internethändler den Verbrauchern nur eine Rücknahme durch den Paketversand anbieten. Durch den hohen Packaufwand werde den Kunden die Altgeräterückgabe erheblich erschwert. Transportdienstleister und weitere beteiligte Personen seien zudem vollkommen unnötig gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Die Gefahr, dass Energiesparlampen zerbrechen oder Akkus sich selbst entzünden, sei hoch. Der Onlinehandel müsse endlich Verantwortung übernehmen und Verbrauchern eine praxistaugliche und sichere Rückgabe ermöglichen, so die DUH. Hierzu müssten sich Onlinehändler am Aufbau oder an den Kosten bereits bestehender stationärer Sammelsysteme beteiligen.

Die DUH begrüßte, dass die Paketdienstleister Hermes, dpd, TNT und GLS alte Elektrogeräte grundsätzlich von ihrem Versand ausschließen. Bei DHL seien Altlampen ebenfalls als Rücksendung nicht erlaubt, allerdings werde der Transport von Lithium-Ionen-Akkus unter der Einhaltung von Sondervorschriften angeboten. Völlig unverständlich sei es, dass der Transportdienstleister UPS zwar lose Akkumulatoren und Batterien vom Transport ausschließe, gleichzeitig jedoch die Versendung quecksilberhaltiger Altlampen durch den Endnutzer zum Zweck der Entsorgung durchführe, kritisierte die DUH.

Verbrauchern empfiehlt die DUH, Elektrogeräte bei Wertstoffhöfen oder bei Händlern mit einer größeren Verkaufsfläche als 400 Quadratmeter für Elektrogeräte abzugeben.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

 

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