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DUH: Rücknahmesysteme von Elektroschrott weiterhin verbesserungswürdig

(vom 10.11.2017)

Die gegenwärtig in Deutschland eingesetzten Rücknahmesysteme für Elektroschrott sind verbraucherunfreundlich und stellen teilweise ein Sicherheitsrisiko dar. Dies ergab eine Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH).

Sammelsysteme für Elektroschrott sind verbraucherunfreundlich, passiv, arbeiten nicht flächendeckend und stellen sogar ein Sicherheitsrisiko dar. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) durchgeführte Untersuchung von elf Anbietern von Sammelsystemen für Elektroaltgeräte. Demnach setze etwa die Hälfte der Rücknahmesysteme überwiegend auf den Postversand zur Altgeräterücknahme. Die DUH kritisierte diesen Ansatz aufgrund von Datenschutzbedenken, des hohen Aufwands für eine sichere Verpackung und eines steigenden Lieferverkehrs. Besonders problematisch sei der Paketversand entzündbarer Altbatterien und schadstoffhaltiger Altlampen. Bei beschädigten Hochenergieakkus, zum Beispiel aus Laptops oder Akkubohrern, reiche eine Sicherung der Pole nicht aus. Hier seien spezielle Gefahrgutbehälter nötig. Am Ende hafte der Versender, wenn ein alter Laptop während des Pakettransports Feuer fange und hohen Sachschaden verursache. Zudem könnten Leuchtstofflampen beim Paketversand zerbrechen und Quecksilber freisetzen. Für diese Problemprodukte sei der Paketversand gänzlich ungeeignet, stellte die DUH klar.

Laut der DUH-Untersuchung bestehen bei den Sammelsystemen große Unterschiede in der Benutzerfreundlichkeit und Bereitstellung von Informationen über den Rücknahmeprozess. So werde bei einigen Systemen die Rückgabe von Elektroschrott durch gut aufbereitete Informationen und eine Sammelstellenkarte vereinfacht. Andere Systeme schienen jedoch gar nicht sammeln zu wollen. Wenn die Verbraucher 50 Kilometer zur nächsten Abgabestelle fahren oder erst aufwendig eine E-Mail-Anfrage stellen müssten, verginge ihnen schnell die Lust, Elektroschrott richtig zu entsorgen.

Hintergrund: Seit dem 24. Juli 2016 können Verbraucher alte Elektrogeräte kostenlos bei Händlern zurückgeben, die Elektrogeräte auf einer Fläche von mindestens 400 Quadratmetern verkaufen – bei Onlinehändlern gilt die Versand- und Lagerfläche. Wo die alten Geräte ursprünglich gekauft wurden, spielt für die Abgabe keine Rolle. Bei Kleingeräten unter 25 cm ist die Rückgabe von bis zu fünf Geräten pro Geräteart nicht an den Kauf eines Gerätes gebunden. Ein Verstoß gegen die Rücknahmepflicht kann ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro nach sich ziehen.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

 

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