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Energielabel: Elektrogeräte verbrauchen oft mehr Strom als angegeben

(vom 14.07.2017)

In der aktuellen Diskussion um die tatsächliche Aussagekraft von Energielabeln kritisierte die Stiftung Warentest die von der EU vorgegebenen Normen als intransparent und zu wenig praxisnah für die Verbraucher.

Nach einer aktuellen Studie von vier Umweltverbänden verbrauchen Elektrogeräte im Alltagsbetrieb oft mehr Strom als von den Herstellern auf dem EU-Energielabel angegeben. Wie die Stiftung Warentest in einer Meldung mitteilte, kommt sie in ihren eigenen Tests von Kühlschränken, Backöfen und Waschmaschinen zu ähnlichen Ergebnissen. Deshalb prüfe sie bei ihren Untersuchungen schon seit Langem strenger, als die von der EU vorgegebenen Normen es verlangen.

Bei Kühlschränken geht laut Stiftung Warentest die EU-Norm von einem leeren Kühlschrank aus. Unter realistischen Bedingungen, also mit Wochenendeinkauf verbrauchten die Geräte im Mittel 16 Prozent mehr als bei der Messung gemäß Norm. Bei einzelnen Kühlschränken liege die Abweichung indes weit höher, so die Stiftung Warentest.

Ein ähnliches Bild stelle sich auch bei Backöfen dar. Ob ein Ofen das Label A+ oder B erhalte, richte sich nach dem sparsamsten Programm des Geräts – bei manchen Herstellern ein wenig genutztes Spezialprogramm. In häufig genutzten Programmen mit Heißluft oder auch Ober- und Unterhitze liege der Verbrauch im Test dann höher, bei manchen Modellen entspreche das zwei Labelklassen.

Ein weiteres entsprechendes Beispiel sind laut Stiftung Warentest Waschmaschinen und Geschirrspüler. Hier berücksichtige die EU-Norm nur den sogenannten Eco-Modus. Kurzwaschprogramme bei Waschmaschinen oder auch Automatikprogramme bei Geschirrspülern benötigten aber immer wesentlich mehr Strom. Oft liege der Mehrverbrauch bei 50 Prozent. Die Hersteller hielten sich zwar meist an die EU-Norm, der Verbraucher nutze die Geräte jedoch in der Regel anders. Daher zeigt sich aus Sicht der Stiftung Warentest einmal mehr, dass die Energielabel-Kriterien für Verbraucher intransparent sind – und zu wenig praxisnah.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

 

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