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Gewässerschutz: Alte Medikamente nur im Abfall entsorgen

(vom 21.03.2017)

In Schleswig-Holstein wurde vor Kurzem eine Informationskampagne gestartet, um die Bevölkerung über die richtige Entsorgung von alten Arzneimitteln zu informieren.

Alte Medikamente gehören nicht in die Toilette und nicht in die Spüle, sondern in den Abfall. Mit diesem Slogan hat das Umweltministerium Schleswig-Holstein zusammen mit der Ärzte-, Tierärzte- und Apothekerkammer eine Informationskampagne zur richtigen Entsorgung von Arzneimitteln gestartet. Ansonsten bestünde laut dem Umweltministerium Schleswig-Holstein die Gefahr, dass die Stoffe über das Abwasser in die Gewässern gelangen und Tieren und Pflanzen schaden.

Hintergrund der Kampagne ist, dass in nahezu allen Gewässern in Deutschland Arzneimittelrückstände nachgewiesen werden können – so das Umweltministerium Schleswig-Holstein. Nach bisherigen Erkenntnissen sei zwar mit keinen Auswirkungen für den Menschen zu rechnen. Aber Untersuchungen zeigten, dass die Tier- und Pflanzenwelt bereits bei geringen Konzentrationen nachweislich beeinträchtigt werde. So könne es zu Nierenschäden, Verweiblichungen oder Kiemenschäden bei aquatischen Tierarten kommen.

Dem Umweltministerium Schleswig-Holstein zufolge gelangen die Arzneimittel durch Ausscheidungen oder unsachgemäße Entsorgung ins Abwasser. Eine Studie des Instituts für sozial-ökologische Forschung habe beispielsweise ergeben, dass nur 15 Prozent der Verbraucher und Verbraucherinnen ihre Medikamente immer richtig entsorgen. 47 Prozent der Befragten dagegen gaben die flüssigen und 20 Prozent die festen Medikamentenreste fälschlicherweise zur Entsorgung in die Spüle oder in die Toilette.

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