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Neue Beschichtung steigert Stromausbeute von Solaranlagen

(vom 25.09.2018)

Mit einer neu entwickelten Antireflex-Beschichtung kann die Lichtdurchlässigkeit bislang unbehandelter Glasoberflächen von Photovoltaik-Anlagen um bis zu 2,5 Prozent erhöht und dadurch die Stromerzeugung nachhaltig gesteigert werden.

 

Der Multitechnologiekonzern 3M hat eigenen Angaben zufolge eine Flüssigkeit zur nachträglichen Entspiegelung von Glasflächen entwickelt, die den Lichteinfall in Solaranlagen steigert und so die Erträge deutlich erhöht. Demnach werde die Antireflex-Beschichtung auf Anlagen mit unbehandelten Glasflächen aufgesprüht, die bisher vier Prozent des auftreffenden Sonnenlichts reflektierten. Nanopartikel in der wasserbasierten Lösung sollen die Brechung der auftreffenden Strahlen verändern und dadurch die Lichtdurchlässigkeit der beschichteten Gläser erhöhen.

Erste erfolgreiche Anwendungen bei Solarzellen zeigen laut 3M, dass die Stromausbeute durch die nachträgliche Beschichtung um bis zu drei Prozent wächst. Eine derartige Leistungssteigerung bei sämtlichen Photovoltaik-Anlagen in Deutschland würde einen zusätzlichen Ertrag von 1,29 Gigawatt erbringen. Dies übertreffe die Strommenge, die sämtliche Windkraftanlagen in Sachsen erzeugen.

Bereits seit Längerem sind 3M zufolge Antireflex-Beschichtungen bei der Herstellung von Brillengläsern, Scheiben, Bildschirmen und Solarzellen im Einsatz. Sie werden unter hohen Temperaturen in die Glasoberfläche eingebrannt. Das Besondere an der nun entwickelten Flüssigkeit von 3M sei, dass man sie mit der zur Reinigung von Glashausdächern üblichen Sprühtechnik sehr einfach auftragen könne. Die umweltfreundliche Antireflex-Beschichtung härte dann unter Umgebungstemperatur aus und sei so für etwa zwei Jahre haltbar.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

 

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