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Steigender Medikamentenverbrauch belastet künftig Gewässer

(vom 05.10.2017)

Bis 2045 ist in Deutschland laut einer Studie mit einem Anstieg des Medikamentenverbrauchs um bis zu 70 Prozent zu rechnen. Daher fordert der Bundesverband für Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) ein Maßnahmenpaket zum Schutz der Trinkwasserressourcen.

Die Überalterung der Gesellschaft und der steigende Pro-Kopf-Verbrauch an Medikamenten werden zu einem Anstieg des Medikamentenverbrauchs um bis zu 70 Prozent bis 2045 führen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsinstituts Civity im Auftrag des Bundesverbands für Energie und Wasserwirtschaft (BDEW). Bereits heute lassen sich Rückstände von Medikamenten – allerdings noch in geringen Konzentrationen und vereinzelt – in deutschen Gewässern nachweisen, so der BDEW.

Laut Studie steigt der Anteil der über 60-Jährigen in den kommenden Jahren von heute 27 Prozent auf 36 Prozent im Jahr 2045. Diese Bevölkerungsgruppe konsumiere besonders viele Medikamente. So seien die über 60-Jährigen bereits heute für 64 Prozent des Gesamtarzneimittelverbrauchs verantwortlich, im Jahr 2045 wachse ihr Anteil am Medikamentenverbrauch auf 71 Prozent. Aus diesen Gründen steige der Medikamentenkonsum trotz Bevölkerungsrückgang.

Aus Sicht des BDEW gibt es heute keinerlei Anlass zur Sorge um die hohe Trinkwasserqualität in Deutschland. Dennoch sollte allein aus Sicht eines vorsorgenden Umwelt- und Gesundheitsschutzes der Eintrag von Arzneimitteln in die Umwelt so gering wie möglich sein. Notwendig sei deshalb eine ganzheitliche Arzneimittelstrategie zur Vermeidung, die unter Berücksichtigung des Verursacherprinzips ein breites Maßnahmenpaket umsetze. So seien die Hersteller gefordert, umweltschädliche Wirkstoffe nach Möglichkeit zu ersetzen. Apotheken sollten auf bedarfsgerechte Verpackungsgrößen achten und Verbraucher ihre alten Medikamente sachgerecht über den Haus- oder Sondermüll entsorgen.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

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