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Strom aus erneuerbaren Energien wird immer günstiger

(vom 13.04.2018)

Die Kosten für Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sinken laut einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE kontinuierlich. An günstigen Standorten sollen sie sogar bereits heute günstiger sein als bei fossilen Kraftwerken.

Die Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien sinken kontinuierlich. Neu errichtete Photovoltaik-Anlagen und Onshore-Windenergieanlagen an günstigen Standorten sind bereits heute günstiger als fossile Kraftwerke, und dieser Trend wird sich bis 2035 deutlich verstärken. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in der neuen Auflage ihrer Studie zu den Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien. Darin analysierten sie die aktuellen Kosten und prognostizieren die weitere Entwicklung auf Basis von technologiespezifischen Lernraten und Marktszenarien bis zum Jahr 2035.

Demnach führten die Technologieentwicklungen bei der Photovoltaik zu starken Kostensenkungen, sodass sie unter allen Kraftwerkstypen im Mittel die kostengünstigste Technologie in Deutschland ist. Aktuell erzielten PV-Anlagen je nach Anlagentyp und Globalstrahlung – sie liege in Deutschland zwischen 950 und 1300 kWh/(m²a) – Stromgestehungskosten zwischen 3,71 und 11,54 Euro-Cent/kWh. Die spezifischen Anlagenkosten lägen je nach Anlagentyp bei 600 bis 1.400 Euro/kWp.

Beim Windstrom führten den Forschern zufolge sinkende Anlagekosten und steigende Volllaststunden zu den niedrigen Gestehungskosten von 3,99 bis 8,23 Euro-Cent/kWh, was sie zur zweitgünstigsten Erzeugungstechnologie macht. An guten Standorten produzierten Onshore-Windenergieanlagen zu geringeren Kosten als neue Kohle- oder Gas- und Dampfturbinenkraftwerke-Kraftwerke. Trotz höherer durchschnittlicher Volllaststunden von bis zu 4.500 Stunden/Jahr seien Offshore-Windenergieanlagen mit knapp 7,49 bis 13,79 Euro-Cent/kWh deutlich teurer, was an den höheren Installations-, Betriebs- und Finanzierungskosten liege (3.100 bis 4.700 Euro/kW).

In der Studie stellen die Forscher die Prognose, dass PV-Freiflächenanlagen in Süddeutschland und Onshore-Windenergieanlagen an windreichen Standorten durch technologische Fortschritte bis 2035 die durchschnittlichen Stromgestehungskosten aller fossilen Kraftwerke deutlich unterbieten werden. Ab 2030 sollen die Stromgestehungskosten für PV-Anlagen unter 4,7 Cent/kWh für Aufdachanlagen bzw. 2,41 Euro-Cent/kWh für Freiflächenanlagen fallen. Die spezifischen Anlagenkosten sollen bis 2035 auf 350 bis 815 Euro/kWp sinken.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

 

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