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TÜV Nord warnt vor Schäden durch mangelhafte Elektrogeräte

(vom 04.06.2019)

Im vergangenen Jahr zog die Bundesnetzagentur mehr als zehn Millionen Elektrogeräte wegen erheblicher Sicherheitsmängel aus dem Verkehr. Der TÜV Nord hat einige Tipps zusammengestellt, worauf die Verbraucher beim Kauf achten sollten.

 

Ob Bluetooth-Lautsprecher, drahtlose Kopfhörer und Smartwatches – viele von der Bundesnetzagentur als gefährlich eingestufte Elektrogeräte, vorwiegend Importe aus China, weisen erhebliche Mängel auf. Zu den Haupt-Sicherheitsmängeln gehören unzureichende Materialien, mangelnde Kennzeichnung, zu hohe Sendeleistungen oder eine elektromagnetische Unverträglichkeit. Hierauf wies der TÜV Nord in einer Meldung hin. Die möglichen Folgen seien: Stromschläge, ein Komplettausfall eines Systems oder die Störung von Polizei- und Rettungsfunk durch unzulässige Frequenznutzung. Zudem könne es im Falle einer elektromagnetischen Unverträglichkeit zu Signalstörungen kommen, sodass die Akkuleuchte zum Beispiel grün statt rot leuchte und so falsche Informationen oder Intentionen an den Nutzer übermittele. Eine Zusatzgefahr bestünde bei internetfähigen Geräten, insbesondere bei Spielzeugen. Die Spielzeugrichtlinie zum Beispiel regele nur mechanische, elektrische und chemische Eigenschaften der Waren, nicht aber Vorgaben für deren Internetfähigkeit. Nutzer müssten sich fragen, welche Daten das Gerät sammele und auch wo diese gespeichert werden, erklärte ein TÜV-Nord-Experte. So könnten smarte Spielsachen zwar sehr unterhaltsam sein, aber Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass das Gerät eventuell Daten sammele, diese auf nicht geschützten oder weltweit verstreuten Servern speichere oder im schlimmsten Fall sogar Fremde auf das Gerät zugreifen könnten.

Um die Verbraucher zu sensibilisieren, hat der TÜV Nord einige Tipps zum Kauf von Elektrogeräten zusammengestellt: Zunächst sollte gecheckt werden, ob eine Bedienungsanleitung vorliegt. Kunden hätten dank des Produkthaftungs- und Produktsicherheitsgesetzes ein Recht auf eine deutsche und auch verständliche Betriebsanleitung. Wenn diese fehle oder mangelhaft übersetzt sei, sollten Kunden den Mangel per Einschreiben reklamieren oder das Gerät direkt zurücksenden. Des Weiteren sollten die Verbraucher die Kennzeichnungen des Geräts prüfen. Das CE-Kennzeichen bestätige zwar, dass Hersteller ihr vertriebenes Produkt nach geltenden europäischen Richtlinien hinsichtlich grundlegender Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen selber geprüft haben – nicht aber durch eine unabhängige Prüfstelle. Außerdem bestehe die Verwechslungsgefahr mit dem sogenannten „China Export“-Zeichen, das sich lediglich durch den verkürzten Abstand zwischen beiden Buchstaben und der Länge des Mittelstrichs im E von der CE-Kennzeichnung unterscheide. Für einen besseren Schutz sollten Nutzer noch auf zusätzliche Zertifizierungen wie beispielsweise das Siegel „Geprüfte Sicherheit“ (GS-Zeichen) achten. Außerdem sollten die Verbraucher auf No-Name-Hersteller verzichten, auch wenn Billiganbieter aus Fernost mit günstigen Preisen locken. Namhafte Unternehmen verwendeten dagegen in der Regel hochwertigere Materialien und stünden für Qualität. Zudem finde man in jedem Fall Kontaktdaten des Herstellers, was bei No-Name-Produkten nicht immer gegeben sei.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

 

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