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Verbraucherschützer fordern gerechtere Finanzierung der Energiewende

(vom 02.11.2017)

Nach Berechnungen des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) und des Handelsverbands Deutschland (HDE) könnten Handel und Privatverbraucher pro Jahr um rund 5,2 Milliarden Euro bei der Finanzierung der Energiewende entlastet werden.

Die Finanzierung des Ausbaus erneuerbarer Energien im deutschen Strommarkt ist aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) und des Handelsverbands Deutschland (HDE) unfair verteilt. So verbrauchten Privathaushalte 25 Prozent des Stroms, müssten aber 36 Prozent der Finanzierung der EEG-Umlage stemmen. Laut HDE zahlt der Handel zehn Prozent der Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien, obwohl die Branche nur einen Anteil von sechs Prozent am Stromverbrauch hat. Überbordende Kosten bedrohten zusätzlich die Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung und bremsten die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts Deutschland. Nach Berechnungen der beiden Verbände könnten Handel und Privatverbraucher pro Jahr um rund 5,2 Milliarden Euro bei der Finanzierung der Energiewende entlastet werden. Daher forderten vzbv und HDE gemeinsam die nächste Bundesregierung auf, die Kosten der Energiewende gerechter zu verteilen.

Allein die weitgehende Abschaffung der Stromsteuer könnte laut vzbv und HDE eine Entlastung für Handel und Privatverbraucher in Höhe von 3,4 Milliarden Euro mit sich bringen. Einst eingeführt, um zum Stromsparen zu bewegen, sei die Stromsteuer heute angesichts hoher Strompreise nicht mehr zeitgemäß. Die Steuerbelastung verzerre zudem den Wettbewerb gegenüber anderen Energieträgern, etwa Heizöl im Wärmesektor oder Benzin im Verkehrssektor, und behindere die Sektorkopplung, also etwa die Nutzung von Strom für Mobilität. vzbv und HDE schlugen der neuen Bundesregierung mehrere Gegenmaßnahmen vor, u.a. die Stromsteuer auf den EU-Mindeststeuersatz herabzusetzen.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

 

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