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Verbraucherzentrale warnt vor falschen Energieberatern

(vom 05.12.2017)

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen empfiehlt den Verbrauchern, Kaufverträge für Heizungsanlagen auf keinen Fall ungeprüft an der Haustür oder bei Verkaufsveranstaltungen abzuschließen.

 

Der Verbraucherzentrale Niedersachsen (Projekt „Marktwächter für Energie“) zufolge häufen sich in Niedersachsen Beschwerden über angebliche Energieberater. An der Haustür oder bei privaten Verkaufsveranstaltungen böten sie komplette Heizungsanlagen inklusive KfW-Förderung an. Fachkenntnisse könnten sie in der Regel nicht nachweisen. Meist handele es sich um angelernte Hausfrauen, die eine Art Verkaufsparty bei Verbrauchern organisieren, so die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Mit kurzen, handschriftlich erstellten Wirtschaftlichkeitsrechnungen machten sie Hausbesitzern dann glaubhaft, es lasse sich innerhalb kurzer Zeit eine große Summe an Heizkosten sparen.

Bei Prüfung der Unterlagen werde die mangelnde Qualität laut der Verbraucherzentrale Niedersachsen dann schnell deutlich. So lägen der Berechnung nicht die tatsächlichen Kosten einer neuen Heizung zugrunde, sondern das vorhandene Budget des Verbrauchers. Davon unabhängig würden große Versprechungen gemacht, obwohl die Amortisation der Investitionen oft Jahrzehnte dauere, warnte die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Und auch die Vertragsgestaltung sei fragwürdig. Angeboten werde etwa der Einbau eines Mikro-KWK-Systems, inklusive Demontage und Entsorgung des Altgeräts sowie Erstellen von Förderanträgen. Die Kosten beliefen sich auf bis zu 30.000 Euro, vertraglich werde ein Abschlag von 15.000 Euro vereinbart. Auf die vereinbarten Leistungen warteten Kunden oft vergebens – während die Fristen für die KfW-Förderung verstrichen, so die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Am Ende bliebe der Kunde auf dem Schaden sitzen.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnte daher die Verbraucher eindringlich davor, Verträge auf diese Art abzuschließen. Wer eine solche Investition plane, sollte sich unbedingt von Fachleuten beraten lassen. Auch sollte sich niemand unter Druck setzen lassen: Seriöse Anbieter würden Kunden immer Zeit einräumen, Verträge in Ruhe zu prüfen oder Vergleichsangebote einzuholen.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

 

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