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Viele Solarthermieanlagen sind nicht optimal eingestellt

(vom 12.07.2018)

Zwei von drei Solarthermieanlagen verschenken unbemerkt Energie, weil sie nicht richtig eingestellt sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online.

Etwa 1,4 Milliarden Kilowattstunden Sonnenenergie verschenken Solarthermie-Besitzer jedes Jahr, weil ihre Anlagen nicht optimal funktionieren. Dies zeigen der Praxistest Solarthermie und eine Stichprobe aus der Gebäudedatenbank der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. Demzufolge laufen etwa zwei Drittel der rund 2,3 Millionen Solarthermieanlagen in Deutschland nicht bestmöglich. Dies decke sich auch mit den Auswertungen der Verbraucherzentrale Energieberatung zum Beratungsangebot Solarwärme-Check. Mit optimierten Solarthermieanlagen könnten die Hausbesitzer allein in Deutschland jährlich etwa 66 Millionen Euro sparen und 340.000 Tonnen klimaschädliches CO2 vermeiden.

Wichtiger Teil der Wärmewende sei deshalb nicht nur die Neuinstallation von Technik, sondern auch die Optimierung bestehender Anlagen. Hausbesitzer sollten deshalb ihre Solarthermieanlage mit dem Energiesparkonto überwachen und das Beratungsangebot Solarwärme-Check der Verbraucherzentrale nutzen, empfiehlt co2online.

Außerdem sollten Hausbesitzer folgende Tipps beherzigen: Wer im Sommer den Heizkessel abschalte, vermeide ein unnötiges Nachheizen des Wassers und spare den Betriebsstrom für den Kessel. Denn eine Solarthermieanlage sollte den Warmwasserbedarf eines Haushalts im Sommer vollständig decken. Ferner sollte die Regelung einer Solarthermieanlage gemeinsam mit einem Handwerker optimal auf die Nutzungsgewohnheiten und den Standort eingestellt sein. Darüber hinaus sollten Hausbesitzer regelmäßig den Heizenergieverbrauch und die solaren Erträge der Anlage notieren. Hierfür sollte ein Wärmemengenzähler installiert sein. Die Daten könnten im kostenlosen Online-Portal www.energiesparkonto.de dokumentiert und ausgewertet werden. Außerdem sollten Solarthermieanlagen einmal im Jahr inspiziert und alle drei bis fünf Jahre gewartet werden. Spülmaschine und Waschmaschine sollten – wenn möglich – ans Warmwasser angeschlossen werden. Dadurch sparten Solarthermie-Besitzer Strom, weil die Maschinen das Wasser nicht mehr selbst erwärmen müssen.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

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