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Heiz- und Lüftungsverhalten der Deutschen unter der Lupe

(vom 06.11.2020)

Eine aktuelle Studie des Energiedienstleisters Techem zeigt, was die Bewohner von Mehrfamilienhäusern in Sachen Wärmeverbrauch richtig machen – und wo mehr Informationen zu wirkungsvollen Maßnahmen fehlen.

Das eigene Heiz- und Lüftungsverhalten wirkt sich deutlich auf den Wärmeverbrauch in den eigenen vier Wänden und auf die dadurch entstehenden Heizkosten aus – dies ist 93 Prozent der Einwohner in Deutschland bekannt. Rund 40 Prozent sind zudem überzeugt, sich in Sachen Heizen und Lüften optimal zu verhalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Energiedienstleisters Techem. Demnach schätzen zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten ihren Wissensstand in diesem Bereich als gut bis sehr gut ein. 72 Prozent der Befragten setzten auf Stoßlüften statt dauerhaftes Kippen der Fenster, und 68 Prozent räumten ihre Heizkörper frei, um für eine optimale Wärmeverteilung zu sorgen.

Doch während die Umfrageteilnehmer über die gängigsten Maßnahmen zum cleveren Heizen und Lüften laut der Umfrage gut informiert sind, besteht bei anderen wirkungsvollen Maßnahmen noch Nachholbedarf. So entlüfteten nur 42 Prozent der Befragten regelmäßig ihre Heizkörper und 54 Prozent wüssten nicht, dass sich im Winter durch das Schließen von Rollos oder Vorhängen der Wärmeverlust über die Fenster reduzieren lässt. Zudem schätzten sie das Einsparpotenzial, das durch das Absenken der Temperatur um ein Grad entsteht, mehrheitlich falsch ein. Dabei spare jedes Grad ungefähr sechs Prozent Energie.

Entscheidend für energiesparendes Heizen ist laut Techem die richtige Einstellung der Thermostatventile. Für Wohn- und Kinderzimmer sowie das Bad sei eine Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad empfehlenswert. Diese Temperaturen erreiche man mit Stufe 3 bis 4 am Thermostat. Im Schlafzimmer und in der Küche reichten 17 bzw. 18 bis 20 Grad aus, für die Stufe 2 bis 3 eingestellt werden sollte. Die Studie zeigt, dass 41 Prozent der Befragten nicht wissen, wie die Ventile an ihren Heizungen eingestellt sind, und heizen so womöglich über ihren Bedarf hinaus. Smarte Thermostate oder Regeltechnik, die beim Einhalten der Wunschtemperatur helfen, nutzten sogar nur 11 Prozent der Umfrageteilnehmer.

Mindestens genauso wichtig wie die richtige Raumtemperatur ist der Techem zufolge regelmäßiges Lüften. Denn das verbessere die Luftqualität, führe Luftfeuchtigkeit ab und verändere dadurch auch das Wärmeempfinden. Die Mehrheit der Bewohner (58 Prozent) setze im Alltag ganz richtig auf Stoßlüften, indem sie das Fenster komplett öffne und mehrere Zimmer gleichzeitig quer lüfte (51 Prozent). Dabei schalteten die Befragten Heizungen in der Nähe von Fenstern komplett aus (35 Prozent) oder drehten sie herunter (35 Prozent). Lediglich 26 Prozent stellten Fenster zum Lüften auf Kipp. Frauen verhielten sich in dieser Hinsicht etwas vorbildlicher als Männer.

Redaktion: EK / Redaktion mehrFach

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